Trauben im Verjus-Gewürzsud, Vanilleeis, Sauerklee

Der goldene Herbst in eine geschmackliche Erinnerung gepackt.

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Infos

  • Dessert
  • Vorspeise
  • Herbst
  • Sommer
  • 4 Personen
  • 30
  • Online seit 26. Juli 2022

Zutaten

Für den Verjus-Gewürzsud:

100 ml Verjus
50 ml Wasser
50 g Zucker
1 Zimtstange
2 Sternanis
1 Kardamom


Trauben


Für das Vanilleeis:

250 ml Milch
125 g Crème Double (oder Sahne)
80 g Zucker
2 Eier
1 Vanilleschote


Optional:

1 Handvoll Sauerklee

Zubereitung

Verjus-Gewürzsud

Zubereitungsdauer: 10 Minuten

Verjus, Wasser und Zucker aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
In den noch heißen Topf Zimtstange, Sternanis und Kardamom geben und eine Stunde ziehen lassen.

 

Trauben

Zubereitungsdauer: 30 Minuten

 

Die Trauben waschen und kurz (1-2 Minuten) in kochendem Wasser blanchieren. Entnehmen und die Haut abziehen.
Gehäutete Trauben und Verjus-Gewürzsud in einen Behälter geben und mindestens eine Stunde ziehen lassen (besser sind 24 Stunden im Kühlschrank).

 

Vanilleeis

Zubereitungsdauer: 20 Minuten
Gefrierdauer: 60 Minuten

 

Milch, Crème Double, Zucker und Eier vermischen und unter Rühren sanft aufkochen, bis die Masse 82°C erreicht hat und beginnt, einzudicken.
Die Vanilleschote auskratzen und das Vanillemark und die Schote zur Masse geben. Auskühlen und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Die Vanilleschote entfernen und die Masse in einer Eismaschine über 60 Minuten zu einem cremigen Eis gefrieren. Ggf. nochmals 1-2 Stunden im Tiefkühler durchfrieren.
Alternative: Wer das Vanilleeis nicht selbst herstellen möchte oder kann, kann natürlich auch auf Gekauftes zurückgreifen.

 

Anrichten

Die Trauben in tiefe Teller oder in Schüsselchen anrichten. Damit die Trauben besser stehen, kann die Spitze der Trauben auf einer Seite abgeschnitten werden, so dass eine Standfläche entsteht.
Verjus-Gewürzsud angießen.
In jede Schüssel eine Nocke Vanilleeis setzen und das Vanilleeis mit Sauerklee garnieren.

"Lass' uns doch mal was mit Trauben kochen!"

Das hört man zugegeben eher selten von einem Winzer. Wie gut also, dass ich (Jan) manchmal Langeweile bekomme und mit allem was nicht festgenagelt ist zu kochen beginne.

So auch bei diesem Rezept. Mitten im Herbst, wenn bei der Ernte meint, man könne langsam keine Trauben mehr sehen, viel mir auf, dass ich in diesem Jahr noch keine einzige Traube gegessen hatte. Hä? Wie konnte das denn passieren?

 

Wenn’s um Geschmackskompositionen geht, ist mir enorm wichtig die Balance zu finden und keinen Einheitsbrei auf den Teller zu bringen. Daher: Die Süße kommt von den Trauben, die Säure vom Verjus-Gewürzsud, dazu noch etwas kaltes zum Erfrischen in Form von Eis und Klee für etwas Crunch und Bitterstoffe.

 

Das Schöne bei dem ganzen Rezept – es bündelt wie kein anderes die Erinnerung an den Herbst. Selbst meinem Vater hat sich daran noch nicht satt gegessen. Zugegeben, nach einem ziemlich anstrengenden Lese-Tag macht er sich das Eis nicht mehr selbst sondern nimmt einfach gekauftes her, aber die Erfrischung mit den Trauben und dem Verjus gönnt er sich jetzt regelmäßig.

Trauben häuten

Klingt vielleicht komisch, bringt den Genuss beim Essen aber in eine ganz andere Welt. Ohne den Biss der Schale zergehen die Trauben herrlich leicht im Mund, nehmen den Sud super auf und lassen sich gleichzeitig leichter aufgabeln. Das Gefummel lohnt sich also!

Verjus-Gewürzsud

Für den Sud und das Einlegen kann mich sich getrost etwas Zeit lassen. Wem die Trauben danach so gut schmecken wie mir, dem hier ein kleiner Tipp: Die Trauben lassen sich auch hervorragend mit dem heißen Sud einwecken und über einige Monate im Kühlschrank lagern. Der Sud ist herrlichen zum Süßen von Naturjoghurt oder für in’s Mineralwasser & die Trauben sind der genialste süße Snack, den man haben kann.